14.11.2012

Premieren-Lesung in unserer Trauerhalle

Autorin Lee Bauers liest im Bestattungshaus aus ihrem Roman Darken

Die Autorin Lee Bauers

Lesung in besonderer Atmosphäre
Autorin Lee Bauers liest im Bestattungshaus aus ihrem Roman Darken

Am Freitag, 30. November 2012 findet um 18 Uhr in der Trauerhalle von Bestattungen Walter, Bremer Str. 18 in Lippstadt, eine Lesung der besonderen Art statt. Die Autorin Lee Bauers liest aus dem zweiten Band ihres Buches Darken, danach wird sie die Bücher auch signieren. Im Bestattungshaus Walter wird eine ganz besondere Atmosphäre zu der Spannung und der Geschichte des Buches beitragen. In einer Trauerhalle bei stimmungsvoller Beleuchtung und Kerzenlicht hört sich eine schon spannende Geschichte noch spannender an.

Zum Buch: Seit Sirona und der geheimnisvolle Darken auf dem Sommerfest auf Castello Del Guardiano Della Spada aufeinandertrafen, beginnt sie die volle Tragweite ihrer ungewöhnlichen Bestimmung zu begreifen und welche Rolle ihre Liebe zu Darken dabei spielt.
Ohne, dass sie es ahnt, steht Sirona am Anfang einer Reise, die eigentlich schon vor mehr als zweitausend Jahren begann – als Darken sie tötete.
Sirona muss sich nicht nur mit ihren neuen Kräften vertraut machen, sondern auch das Leben ihrer kleinen Familie mit dem Leben des unsterblichen Geliebten und seinen „Brüdern“ in Einklang bringen, um für ihre Tochter Kim und Omma, ihre ahnungslose alte Mutter, so etwas wie „Normalität“ einkehren zu lassen.
Alles kein Problem, denkt Sirona, wären da nicht diese unerklärlichen Visionen und die magischen Kräfte, die immer mehr in ihr wachsen. Sirona gibt alles, bis sie schließlich unter dem Druck zusammenbricht und verzweifelt ihr Schwert gegen Darken erhebt …
Die spannende und vor Erotik und Magie knisternde Fortsetzung von „Darken I – die Zusammenkunft“

Darken II ist der zweite Band einer bis jetzt zehnteiligen Romanserie, in deren Mittelpunkt sich Liebe, Krieg und Vergangenheit mit der Zukunft vermischen. Eine spannende Reise, in der immer wieder temporäre und geografische Grenzen überschritten werden, um letztlich wieder im Hier und Jetzt zu enden.

Der Eintritt zu der Lesung ist frei, um verbindliche Anmeldung wird aber gebeten. Anmeldungen und Platzreservierungen sind bei Bestattungen Walter unter der Telefonnummer 02941/1503060 möglich.

31.10.2012

ARD-Themenwoche „Leben mit dem Tod“
17. bis 23. November 2012

Wie gehen wir mit dem Sterben und dem Tod um? Dieser Frage widmet sich die ARD vom 17. bis 23. November 2012 im Fernsehen, im Radio und im Internet. Unter dem Motto „Leben mit dem Tod“ soll die ARD-Themenwoche 2012 helfen, Sprachlosigkeit im Angesicht von Tod und Trauer zu überwinden und dem Verdrängen entgegenzuwirken.

 

Mit sorgfältig ausgewählten Spielfilmen, Reportagen, Dokumentationen, Features, und Diskussionen im Ersten und in den Dritten Programmen will die ARD starke emotionale Akzente setzen und umfassend informieren. Ziel ist es, eine gesellschaftliche Debatte anzustoßen, an der sich viele beteiligen können, weil die ARD über Fernseh-, Radio- und Onlineangebote den individuellen Einstieg ermöglicht. Ein Informationsangebot zu ethischen, moralischen, religiösen, juristischen und praktischen Aspekten soll dabei konkrete Hilfestellung geben. „Das Sterben und der Tod gehen jeden einzelnen und damit uns alle an. Wir wollen in dieser Themenwoche Ängste beleuchten und dem Verdrängen entgegenwirken“, sagt rbb-Intendantin Dagmar Reim.

 

Drei inhaltliche Schwerpunkte

 

Es gibt drei inhaltliche Schwerpunkte: „Wie wir umgehen mit dem Tod“, „Wie wir sterben wollen“ und „Was am Ende bleibt“. Im ersten Schwerpunkt „Wie wir umgehen mit dem Tod“ steht das Verhältnis der Menschen zum Tod im Mittelpunkt: Welche Rolle spielt der Tod in unseren Köpfen, wie reden wir darüber? Obwohl wir von unserem Ende wissen, verdrängen wir es. Der Schwerpunkt soll Tabus bewusst machen und zur Überwindung der allgemeinen Sprachlosigkeit beitragen.

 

Im zweiten Schwerpunkt „Wie wir sterben wollen“ steht der Sterbeprozess im Mittelpunkt: Die Entscheidung darüber, wie, wo und wann gestorben wird, fällt auf Grundlage moralischer, juristischer und religiöser Urteile sowie gesellschaftlicher Normen und politischer Rahmenbedingungen. Mehr als die Hälfte aller Deutschen haben keine Erfahrung mit Sterben und Tod, sie wissen nicht, wie man tröstet und trauert, obwohl die Gesellschaft zunehmend altert. Der Schwerpunkt soll die Diskussion über würdevolles Sterben als gesellschaftliche Aufgabe anregen.

 

Im dritten Schwerpunkt „Was am Ende bleibt“ wird diskutiert, was bleibt, wenn jemand gestorben ist – physisch und mental. Denn die Auseinandersetzung mit dem Ende ist immer verbunden mit dem Nachdenken über unser Leben, unsere Beziehungen und Bilanzen.

Quelle: www.bestatter.de

30.10.2012

Ethik und Moral - der Gegenentwurf zum Discount Bestatter

Warum billig manchmal wirklich einfach nur billig ist.

Foto: FAZ

Vor einigen Tagen kam die Meldung in vielen Zeitungen - ein Transporter voll mit Särgen wurde vom Hof einer Transportfirma gestohlen. Zwölf Transportkisten, die den Namen "Sarg" nicht verdienen mitsamt der Verstorbenen darin wurden zufällig Opfer einer Diebesbande, die es eigentlich nur auf den Transporter abgesehen hatten. Daraufhin fragten sich viele Menschen und auch viele Bestatter: Zwölf Verstorbene in EINEM kleinen Transporter? Wie geht das denn?

Auf der Grundlage ethisch verantwortbarer und pietätvoller Überführung Verstorbenen ist das natürlich nicht möglich. Der Transport von zwölf Verstorbenen in einem nicht geeigneten und kenntlich gemachten Fahrzeug halten wir als Bestattermeister und Familienunternehmen mit fast 120-jähriger Tradition natürlich für geschmacklos, ehrenlos und würdelos.

Die Umstände, die durch diesen Diebstahl erst ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wurden, offenbaren die zunehmende Entsorgungsmentalität einiger Mitmenschen, die auf Discountbestatter mit Lockvogelangeboten und Ramschpreisen hereingefallen sind und dabei für das wenige Geld eine gute Leistung erwartet haben. Doch das Gesetz des Marktes lehrt uns schon lange: Wen etwas billig ist, dann ist es vielleicht auch einfach billig!

Dabei gibt es genug gute Bestatter, die sich und ihre Preise gar nicht zu verstecken brauchen und dabei eine hervorragende Arbeit machen und den trauernden Angehörigen wirklich hilfreich zur Seite stehen!

Die für den Transport von Verstorbenen europaweit geltenden MINDEST-Anforderungen nach der DIN EN 15017 wurde in dem Fall der gestohlenden Verstorbenen eklatant misachtet. Die DIN Norm empfiehlt den Transport von maximal zwei Verstorbenen in einem speziellen Bestattungskraftwagen, der auch als solcher zu erkennen ist und nur für den Transport von Verstorbenen in Särgen (nicht in Holzkisten mit Deckel) verwendet wird.

Wir als Familienunternehmen in der 4. Generation, als Bestattermeister, Ausbildungsbetrieb, ISO-zertifiziert, TÜV geprüft und Stiftung Warentest mit "gut" bewertet distanzieren uns ganz ausdrücklich von dieser Form des Sammeltransports und Leichentourismus. Wir empfehlen daher allen Menschen, bereits zu Lebzeiten mögliche Bestattungsunternehmen aufzusuchen, Fragen zu stellen, sich Räume und Einrichtungen zeigen zu lassen und auch eine Bestattungsvorsorgevereinbarung mit dem dann gefundenen Bestatter des Vertrauens zu besprechen.

 

Weitere Links zum Thema:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/deutschlands-billigstes-krematorium-ein-echtes-schnaeppchen-11940714.html

http://www.bestatter.de/bdb2/pages/news/presseinformationen.php#m372

16.04.2012

Lesung zwischen Särgen

Lee Bauers liest aus ihrem Roman "Darken"

Lee Bauers, Autorin der zehnteiligen Romanreihe "Darken"

Am Mittwoch, 2. Mai findet um 20 Uhr im Bestattungshaus Walter, Bachstraße 54a in Geseke eine Lesung der besonderen Art statt. Die Autorin Lee Bauers liest aus dem ersten Band ihres Buches Darken, danach wird sie die Bücher auch signieren. Im Bestattungshaus Walter wird eine ganz besondere Atmosphäre zu der Spannung und der Geschichte des Buches beitragen. Zwischen Särgen und Urnen bei Kerzenlicht hört sich eine schon spannende Geschichte noch spannender an.

Zum Buch: Sirona ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau und alleinerziehende Mutter aus Lippstadt. Ein Besuch in der Semper Oper, zu dem sie eingeladen wird, verändert ihr Leben. Trifft sie hier wirklich zum ersten Mal auf Darken? Diesen sonderbaren Mann, der Angst und Aggressionen in ihr auslöst und ganz alte Erinnerungen, die nicht ihre eigenen sind. Damit begibt sich Sirona auf eine Reise, auf der sie mit völlig neuen Erkenntnissen konfrontiert wird. Dabei wird sie von Paul Bennet begleitet, der nicht der ist, für den sie ihn hält. In diesem ganzen Szenario scheint Darken allgegenwärtig. Aber warum? Welche uralte Verbindung besteht zwischen den beiden Hauptcharakteren? Auf dem Sommerfest auf Castello Del Guardiano Della Spada muss Sirona eine Entscheidung treffen...

Darken I ist der Auftakt einer bis jetzt zehnteiligen Romanserie, in deren Mittelpunkt sich Liebe, Krieg und Vergangenheit mit der Zukunft vermischen. Eine spannende Reise, in der immer wieder temporäre und geografische Grenzen überschritten werden, um letztlich wieder im Hier und Jetzt zu enden.

Der Eintritt zu der Lesung ist frei, um verbindliche Anmeldung wird aber gebeten. Anmeldungen und Platzreservierungen sind bei Bestattungen Walter unter der Telefonnummer 02941/1503060 möglich.

14.03.2012

1-jähriges Bestehen des Geschäftes in Geseke

Neue Regionale berichtet zum kleinen Jubiläum

„An einem solchen Tag darf nichts schief gehen“
Ein Jahr Bestattungen Walter in Geseke: Neben Beerdigung ist die Trauerbewältigung wichtig


„Mein Beruf ist äußerst vielseitig“, sagt Dirk Walter. Er ist Bestatter und dies in vierter Generation. Seit 1894 betreibt die Familie Walter in Lippstadt ein Bestattungsunternehmen mit Sitz an der Bökenförder Straße 50-54, sowie Verabschiedungs- und Trauerräumen an der Bremer Straße und seit dem 20. Februar 2011 mit einer Filiale in Geseke an der Bachstraße 54a. Was für viele Tabu ist, ist für ihn Alltag. Er kleidet die Toten an, er berät die Hinterbliebenen, kümmert sich um die Blumen, die Karten, die Anzeige in der Zeitung, die Sargträger, die Musik, den Pfarrer und natürlich den Beerdigungstermin. Er nimmt, wenn gewünscht, den Angehörigen alle Arbeiten ab, auch die Abwicklung der Formalitäten, wie etwa die Kündigung von Versicherungen. Besonders wichtig geworden ist in letzter Zeit die Bestattungsvorsorge zu Lebzeiten. Der Bestattermeister leistet dabei auch kostenlose und unverbindliche Hilfestellung, „wenn jemand Gedanken und Wünsche aufs Papier bringen möchte“.

Bürokratie, Organisation, Vermittlung und Handwerk gehören zu seinem Beruf. „Ich plane und organisiere alles rund um die Bestattung. Und dabei darf nichts schief gehen. Fehlen etwa die Blumen oder kommen die Sargträger nicht, dann bleibt dies bei den Trauernden in tiefer Erinnerung. Das darf nicht sein“. Dirk Walter ist Perfektionist. Darum hat er seine Firma einer dauerhaften Qualitätsprüfung unterzogen. Bestattungen Walter ist vom TÜV Rheinland im Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2008 zertifiziert und u.a. von der Stiftung Warentest mit „gut“ beurteilt worden.

Abschied nehmen können

Die qualitative Ausführung aber ist nicht alles, was das Team – zu ihm zählen neben Dirk Walter seine Schwester Claudia Hille, die Eltern Ursula und Helmut Walter, die Bestattungsfachkraft Jürgen Kemper sowie eine Auszubildende, auszeichnet. Auch die Bewältigung der Trauer von Angehörigen, die mit einer solchen Situation nur schlecht zurecht kommen, liegen dem Team um Dirk Walter am Herzen. Wie seine Mutter Ursula und der Mitarbeiter Jürgen Kemper ist auch Dirk Walter trauerpsychologisch geschult. Er weiß: „Abschied nehmen zu können, ist ein wichtiger Schritt zur Trauerbewältigung.“ Ab April bietet Bestattungen Walter deshalb in Geseke Vorträge an, die sich mit der Trauerbewältigung von Kindern und Erwachsenen beschäftigen. Thema ist u.a. „Individuell gelebt, individuell beerdigt – Möglichkeiten im 21. Jahrhundert“. In den schlicht und elegant gestalteten Räumen befindet sich neben Büro und Beratungsraum auch eine kleine, aber präsentative Sarg- und Urnenausstellung.
Dirk Walter hat den Umgang mit dem Tod gelernt und eine ganz persönliche Haltung dazu gefunden. „Der Glaube trägt mich“, verdeutlicht er, dass er dem Tod ohne Angst entgegen sieht. „Ich bin davon überzeugt, dass das Leben auf Erden nicht die letzte Station sein wird. Die Seele lebt in irgendeiner Form weiter“, sagt er angesichts einer metaphorischen Betrachtungsweise, die mittlerweile auch auf Forschungsergebnisse etwa im Nahtodbereich zurückgreifen kann und von vielen Weltreligionen getragen wird. Dass die Feuerbestattungen die Erdbestattungen mittlerweile überholt haben (in unserer Region ca. 60 % Einäscherungen), geht auch auf eine neue Denkweise zurück. Erst in den 1960er Jahren haben die Kirchen die Feuerbestattung wieder zugelassen. Der bildhafte Glaube, dass nur der Körper als solches auferstehen könne, war tief in den Köpfen verankert – bis sich die metaphorische Betrachtung durchgesetzt hat. Heute steht eher der Gedanke im Vordergrund, den Angehörigen so wenig Mühe wie möglich zu bereiten. Ein Urnengrab ist in der Regel einfacher zu pflegen. Nicht nur das: „Für manche Bestattungen, wie etwa die Seebestattung, muss der Leichnam eingeäschert werden“, so Walter. Immer mehr gewinnt auch die ökologische Bestattung der Urne in der Natur an Bedeutung. Dirk Walter weiß, dass es bei der Bestattung um Vertrauen geht. Der Kunde muss sich in diesem Ausnahmezustand emotional aufgehoben fühlen. „Es gibt Situationen, wo ich die rationellen Gespräche erst einmal verschiebe, weil die Person noch nicht dafür zugänglich ist“, sagt er. Wenn es nun aber doch passiert, so sind er und seine Schwester in Geseke nicht nur im Büro, sondern unter Tel.: 0 29 42-977 65 05 rund um die Uhr 24 Stunden am Tag erreichbar. „Wir sind immer ansprechbar“, sagt er. (rio)
www.bestattungen-walter.de

12.03.2012

Wir werben klimaneutral!

CO-2 Zertifikate für unsere Werbedrucksachen

Auch wenn wir natürlich Druckprodukte für unsere Werbung brauchen, möchten wir damit trotzdem nicht auch noch unsere Umwelt unnötig belasten. Daher zahlen wir gerne etwas mehr, damit die CO-2 Emissionen, die durch unsere Werbedrucksachen entstehen, kompensiert werden können.

Das Geld wird zertifiziert in Klimaschutzprojekte investiert - für unser aller Wohl und für die Zukunft unserer Kinder.

Zwei unserer Zertifikate finden Sie jetzt schon im Download Bereich, die anderen folgen!

DOWNLOADS

26.10.2011

Tag der offenen Tür an Allerheiligen

Unser Bestattungshaus in Geseke öffnet am 1. November für interessierte Besucher - Buchverkauf zum Thema

Tag der offenen Tür beim Bestatter

Wir öffnen am 1. November für Interessierte von zehn bis dreizehn Uhr die Türen unseres Bestattungsinstitutes in Geseke, Bachstraße 54a. Dort werden alle Fragen aus dem Bereich der Bestattung, Friedhöfe, Bestattungsformen und Bestattungskosten beantwortet. Dazu wird in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Berg eine Vielzahl von Büchern angeboten. Die Themen Tod, Trauer aber natürlich auch Trost und speziell das Thema Kindern den Tod zu erklären werden dabei abgedeckt.

Allerheiligen ist traditionell ein christlicher Feiertag, an dem der Vielzahl der heiligen der katholischen Kirche gedacht wird. Eigentlich erst am darauf folgenden Tag Allerseelen wird den Seelen der Verstorbenen gedacht. Vielerorts findet jedoch schon an dem in Nordrheinwestfalen gesetzlichen Feiertag Allerheiligen eine Gräbersegnung statt und wird so der Friedhof nach Einbruch der Dunkelheit durch unzählige Kerzen erhellt.

01.09.2011

Neues Gerichtsurteil zur Übernahme von Bestattungskosten durch das Sozialamt

Im Rahmen der Kostenübernahme ist Einzelfallprüfung erforderlich

Urteil des Bundessozialgerichts vom 25.08.2011

Der 8. Senat des Bundessozialgerichts in Kassel hat am 25. August 2011 entschieden, dass erforderliche Bestattungskosten durch den Sozialhilfeträger nicht nach Maßgabe pauschal ermittelter Vergütungssätze zu übernehmen sind.

Die Klägerin, die Arbeitslosengeld II bezog, machte vom Sozialhilfeträger Bestattungskosten geltend, die ihr anlässlich des Todes ihres Ehemannes entstanden sind; dabei hat der Sozialhilfeträger die Rechnung des Bestattungsunternehmens um über 950 Euro insgesamt gekürzt.
Das Landessozialgericht hat die Klage auf Zahlung dieses Betrages wie auch zuvor bereits das Verwaltungsgericht Koblenz abgelehnt, weil mit den vom Beklagten gewährten Mitteln eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende, würdige, aber einfache Bestattung durchführbar sei und die vom Beklagten hierzu entwickelten Vergütungssätze nachvollziehbar und plausibel seien. Die über die Vergütungssätze des Beklagten hinausgehenden Kosten seien nicht erforderlich im Sinne des Gesetzes (§ 74 SGB XII).

Dieser Argumentation ist das BSG nicht gefolgt und hat entschieden, dass erforderliche Bestattungskosten durch den Sozialhilfeträger nicht nach Maßgabe pauschal ermittelter Vergütungssätze zu übernehmen sind, sondern dass die Angemessenheit der einzelnen geltend gemachten Kosten sowie des Gesamtpakets zu ermitteln sind. Die Sache wurde jedoch mangels ausreichender Tatsachenfeststellungen dazu, aber auch zur Frage der Zumutbarkeit der Kostentragung durch die Klägerin, an das Landessozialgericht zurückverwiesen.

Nach Auffassung des BSG sind die Erforderlichkeit der Einzelleistungen des Bestattungsunternehmers und die Höhe der dafür im Einzelnen angesetzten Kosten sowie eine Gesamtbetrachtung der Summe auf den örtlichen Verhältnissen entsprechende Angemessenheit zu überprüfen. Dabei sei insbesondere zu beachten, dass erstattungspflichtige Privatpersonen in der Regel vertragsmäßig ungünstigeren Konditionen unterlägen als die Sozialhilfeträger und dem Bestattungspflichtigen, der sich ohnedies in einer besondern Belastungssituation befinde, bis zur Beerdigung regelmäßig nicht die Zeit bleiben dürfte, unterschiedliche Angebote bei Bestattungsunternehmern einzuholen, um das billigste auszuwählen. Gerade deshalb seien sie in besonderer Weise auf Beratung durch den Sozialhilfeträger angewiesen, soweit sie bei diesem wegen der Höhe der angemessenen Kosten nachfragten. Fehlinformationen des Sozialhilfeträgers bzw. eine Weigerung, sich zur Höhe der angemessenen Kosten zu äußern, könne deshalb im Einzelfall dazu führen, dass auch objektiv unangemessene Kosten subjektiv erforderlich seien, wenn die tatsächlichen Kosten zu den angemessenen Kosten nicht in einem derart auffälligen Missverhältnis stünden, dass dies dem Bestattungspflichtigen ohne weiteres hätte auffallen müssen. Zudem werde das LSG zu ermitteln haben, ob die Klägerin bedürftig war bzw. trotz Bedürftigkeit über Einkommen oder Vermögen verfügte (etwa Sterbegeldversicherung oder Erbschaft des Verstorbenen), das zumutbar für die Beerdigung hätte verwandt werden können.

Urteil vom 25.08.2011, B 8 SO 20/10 R

(Quelle: Pressemitteilung des Bundessozialgericht v. 25.08.2011)
und Aeternitas.de