08.07.2011

Ganz individuell Abschied nehmen

Bei Beerdigungen geht Trend zur persönlichen Trauerfeier. Urnenbeisetzungen haben Erdbestattungen überrundet

Geseke - Das quaderförmige Objekt im Schaufenster könnte fast ein Kunstgegenstand sein. In schlichtem Weiß ist es gehalten. Die einzige Zier sind funkelnde Swarovski-Steine. Auf den ersten Blick in das Fenster eines Geseker Bestattungsunternehmens käme wohl niemand darauf, dass dieses Gefäß die Asche eines Menschen beherbergen soll.

Moderne Zeiten sind im Bestattungswesen angebrochen, individuelle Trauerfeiern, Kreativ-Särge und Designer-Urnen gefragt. „Der Trend geht zur persönlichen Verabschiedung“, sagt Dirk Walter. Der 35-jährige Bestatter ist seit 20 Jahren im Geschäft. Schon mit 15 half er im Familienbetrieb mit, der seit 1894 in Lippstadt besteht. Seit Anfang dieses Jahres gibt es auch eine Filiale in der Bachstraße in Geseke.

Der Beerdigungsablauf „Messe - Friedhof - Kaffeetrinken“ sei nicht mehr das Maß aller Dinge. Auch ein Trauergottesdienst mit Pfarrer würde nicht immer gewünscht. „Die starre Liturgie der Kirche wird speziell von jungen Menschen abgelehnt.“ Zu unpersönlich sei ihnen dieses Zeremoniell. „Ich lebe individuell und möchte auch persönlich verabschiedet werden“, laute die Begründung vieler, die sich für eine private Feier mit Trauerredner entscheiden. Außerdem helfe die Beteiligung am Abschied vom geliebten Menschen bei der Trauerbewältigung.

Wenn nicht-kirchlich organisierte Beerdigung in Geseke auch noch die Ausnahme blieben, ist sich Dirk Walter sicher, dass die Anfrage auf diesem Gebiet steigen wird. Möglich sei auf solchen Trauerfeiern vieles. So erinnert sich der Bestatter an die Beisetzung eines Rockers, bei der „Highway to Hell“ von AC/DC gespielt wurde. Doch nicht nur die Art des Abschiednehmens habe sich geändert, sondern auch die Bestattungsformen. „Die klassische Erdbestattung wird weniger und weniger“, so Dirk Walter. Etwa 65 Prozent seiner Kunden würden sich mittlerweile für eine Urnenbeisetzung entscheiden. „Nach wie vor eine Nische“ sei hingegen die naturnahe Urnenbeisetzung auf einem Waldfriedhof („Friedwald“). Vor allem Menschen, die den Zwängen auf einem konventionellen Friedhof entfliehen möchten, würden sich für diese Form der Bestattung entscheiden. Auch das Pressen der Asche zu einem Diamanten sei nur einmal von einem Lippstädter Kunden angefragt worden. Hierzu wird der Kohlenstoff aus den verbrannten menschlichen Überresten extrahiert und dann unter hohem Druck und hoher Temperatur zu einem Edelstein geformt.

„Die Bestattung ist ein offeneres Thema geworden“, ist auch Kartin Wernze sicher. Die 32-Jährige hat 2009 ihre Ausbildung zur Bestatterin abgeschlossen und ist 2010 in den Betrieb ihres Onkels, des Sargfabrikanten Rainer Hütte, eingestiegen. Waren Bestattungen für das Unternehmen bisher nur ein Nebengeschäft, möchte Wernze diesen Zweig in Zukunft stärker ausbauen.

Dass der Tod nicht mehr so ein großes Tabuthema ist, beobachtet Katrin Wernze auch daran, dass sich immer mehr Menschen für eine Bestattungsfürsorge entscheiden. So kann schon zu Lebzeiten geregelt werden, wie die Beerdigung aussehen soll oder wer die Grabpflege übernimmt. „Außerdem beinhaltet sie auch eine Reise-rückholgarantie im Todesfall“, so Wernze.

Die Auswahl des Sarges, der Urne, der Todesanzeige, des Grabsteines und der -bepflanzung sei individueller geworden. So könnten Angehörige etwa den Sarg des Verstorbenen nach ihren eigenen Vorstellungen bemalen. Diese Form des Abschiednehmens sei in Geseke aber bisher noch nicht vorgekommen. „Es überwiegt weitgehend das Traditionelle“, sagt Wernze. In puncto Todesanzeigen folge man aber auch hierzulande dem Trend zur Individualtität: „Waren die Anzeigen in der Vergangenheit in schwarz-weiß gehalten und lediglich mit einem Kreuz versehen, enthalten sie heute oft das Foto des Verstorbenen oder sind mit Bildern von Sonnenuntergängen oder Waldwegen hinterlegt“, erklärt Katrin Wernze. - diet

Quelle: "Der Patriot" Geseker Zeitung


 

18.04.2011

Neuer Bestattungskostenrechner online

Damit erstellen Sie in kürzester Zeit und völlig anonym einen groben Kostenüberblick

Seit einigen Tagen ist unser Bestattungskostenrechner nun online. In der ersten Testphase ist er bereits hinreichend gefüttert, um damit in kurzer Zeit einen ersten groben Überblick der Kosten einer Bestattung zu erstellen. Darin sind auch die Kosten für die Grabstelle enthalten. Probieren Sie es doch mal aus.

Sie finden den Bestattungskostenrechner links im Menü unter

"Sterbefall" und dann "Bestattungskostenrechner"

Oder direkt HIER!

19.02.2011

Neueröffnung unseres Bestattungsunternehmens in Geseke

Nach einem Vierteljahr Planung und Bau findet am Sonntag feierliche Eröffnung statt

Lange haben unsere fleißigen Handwerker ihr Bestes gegeben, jetzt ist es endlich fertig - unser neues Ladenlokal in Geseke.

Hier haben wir unsere Vorstellung eines modernen, transparenten und hellen Bestattungsunternehmens umgesetzt. Die Farben sind hell aber freundlich und warm, das Licht erzeugt eine geborgene Atmosphäre. Wir setzen auf Transparenz und gewähren auch "Einblick" - im Beratungsgespräch jedoch schaffen wir Schutz und Privatsphäre.

Zur Eröffnung haben wir zwei Referenten eingeladen, die zu interessanten Themen referieren werden. Zuerst spricht jemand um 11:30 Uhr über das Thema Feuerbestattung, räumt mit Vorurteilen auf und beantwortet Fragen, für 14 Uhr haben wir einen Referenten gewinnen können der das Thema Naturbestattungen im FriedWald erläutert. Alle interessierten sind herzlich eingeladen. Natürlich können auch alle anderen Fragen Rund um das Thema Bestattung und Bestattungsvorsorge gestellt werden.

11.02.2011

"Die eigene Beerdigung" gewinnen beim Gewinnspiel eines Radiosenders

Der Radiosender Galaxy PM Aschaffenburg verlost zusammen mit Bestatter eine Vorsorge in Höhe von 3000 Euro (gefunden auf Bestatterzeitung.de)

(bestatterzeitung.de)

Der Radiosender Galaxy PM Aschaffenburg hat sich ein bizarres Gewinnspiel ausgedacht, bei dem der Hauptgewinn die „eigene Beerdigung“ ist. Wer an diesem Gewinnspiel teilnehmen möchte muss nichts anderes tun, als die „coolsten letzten Worte“ zu verfassen. Der Hörer, den der Radiosender als Gewinner benennt, erhält eine Sterbeversicherung eines örtlichen Bestattungsunternehmens in Höhe von 3.000 Euro.

Noch bis einschließlich Aschermittwoch wird die Aktion vom Radiosender im Programm von 15 bis 19 Uhr promotet. Zusätzlich wirbt der Sender mit einer Todesanzeige samt Kreuz und dem Satz „Gewinne Deine eigene Beerdigung“ in lokalen Anzeigenblättern und erlangt so weitere Aufmerksamkeit.

Sowohl die Werbekampagne wie auch die skurrile Aktion selbst, sorgten in den vergangenen Tagen für zahlreiche Diskussionen. So wird die Promotion in verschiedenen Foren, sowie auf der Facebook-Seite des Radiosenders eifrig diskutiert. Jens Pflüger, Moderator von Galaxy Aschaffenburg beteuert gegenüber „W&V Online", das sich keiner lustig machen wolle. Die Aktion sei zwar ein „krasser Schritt“, mit diesem wolle der Sender aber lediglich den jüngeren Menschen das Tabu-Thema Sterben näher bringen, so Pflüger weiter.

Eines ist jedoch sicher, die nicht abreißende Diskussion um die fragwürdige Aktion hat dem kleinen Sender viel Aufmerksamkeit beschert und den Bekanntheitsgrad innerhalb kürzester Zeit deutlich steigern können.

26.01.2011

Friedwald App fürs iPhone

Im iTunes Store kann man sich Infos über Bestattungen holen

Der Tod erhält Einzug auf dem iPhone - und zwar mit sinnvollem Inhalt für trauernde Angehörige oder interessierte Menschen. Die Informationen bekommen Sie zwar auch bei uns (auch kostenlos), doch um sich anonym vorab zu informieren scheint das App sehr interessant.

26.01.2011

Eröffnung unserer Filiale in Geseke

Am Sonntag, den 20. Februar 2011 wird unsere Filiale eröffnet

In einem sehr schönen Ladenlokal stellen sich an dem Sonntag auch Partnerunternehmen wie das Krematorium Diemelstadt und Blumen Meier vor. Freunde und Bekannte sind dazu herzlich in die Bachstraße 54a nach Geseke eingeladen!

13.01.2011

Verarmt, verstorben, verscharrt.

Wahre und damit umso traurigere Reportage über Sozialbestattungen in Deutschland

In dieser sehr interessanten Reportage der ARD "Die Story" über Sozialbestattungen in Deutschland - und die hier gezeigten Fälle sind alltäglich - sieht man die Abgründe, die sich auftun, wenn man für die Bestattungskosten keine Vorsorge trifft.

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5881512

25.10.2010

Entscheidung Bundessozialgericht vom 18. März 2008 zur Bestattungsvorsorge

Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass Sozialämter Leistungen nicht ohne weiteres wegen bestehender Bestattungsvorsorgeverträge verweigern dürfen.

Das ergibt sich aus dem Urteil vom 18. März 2008 (B 8/9b SO 9/06 R). Die Vorsorgeverträge sind als Schonvermögen geschützt, wenn ihre Verwertung durch das Sozialamt für den Betroffenen eine soziale Härte bedeuten würde. Wir begrüßen, dass das Bundessozialgericht damit die Selbstbestimmung und Menschenwürde in den Vordergrund stellt.

Denn laut Bundessozialgericht entsteht eine soziale Härte durch die Verwertung eines Bestattungsvorsorgevertrages, wenn die Kündigung völlig unwirtschaftlich wäre. Entscheidend für den Schutz im Rahmen sozialrechtlicher Härtefallregelungen ist auch die Angemessenheit der Vorsorge. Zum Umfang nannte das Gericht keine konkreten Maßstäbe. Er muss aber eine angemessene Bestattung und Grabpflege ermöglichen und den örtlichen Preisen entsprechen. Zu berücksichtigen sind die jeweiligen individuellen Umstände. Im entschiedenen Fall hielt das Bundessozialgericht den Vorsorgebetrag von 6.000 Euro nicht für unangemessen.


Wegen Unklarheiten bei den Bedingungen der Verwertbarkeit fällte das BSG kein Urteil in der Sache, sondern verwies die Angelegenheit zurück an das Landessozialgericht Schleswig-Holstein. Die Verwertbarkeit des Vermögens ist nur dann gegeben, wenn die Auflösung eines Bestattungsvorsorgevertrages für das Sozialamt verwertbares Vermögen ergibt. Der Anspruch auf eine Bestattungsleistung ist für das Sozialamt nicht verwertbar. Weiter muss die Kündigung grundsätzlich und in angemessener Zeit möglich sein. Ein Verlust von bis zu zehn Prozent der Gesamtvergütung ist nach Ansicht der Richter wirtschaftlich tragbar.